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    <title>Frau Settergren sagt...</title>
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    <dc:publisher>Frau Settergren</dc:publisher>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
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    <title>Frau Settergren sagt...</title>
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    <title>Machtspiele am Morgen</title>
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    <description>Morgenstund hat Gold im Mund... Ganz besonders viel Gold konnte ich in dem kleinen, verrunzelten Mund einer geschätzten 85 Jährigen sehen, die diesen wunderschönen Sommermorgen im Supermarkt meines Vertrauens in eine Freak-Show verwandelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz meiner gestrigen All-by-myself-Rotwein-Session in meiner Küche, natürlich nicht ohne passende musikalische Untermalung, bin ich überraschend fit und gut gelaunt. Den Brechreiz beim Zähneputzen unter der Dusche habe ich relativ schnell im Griff und auch der Schwindelanfall beim Schuhe anziehen kann mich nicht aus dem Tritt bringen. Beschwingt, mit einem Liedchen auf den Lippen, duftend und strahlend, beglücke ich den Supermarkt mit meiner Anwesenheit. Morgens einkaufen gehen soll super sein, keine Schlangen, alles ist noch frisch und die Kassiererinnen gut gelaunt. Ich latsche durch den Laden, es stimmt. Er ist leer, das Obst sieht gut aus und die Kassiererinnen unterhalten sich von Kasse zu Kasse über die heutige Grey&apos;s Anatomy Folge. &quot;Stirbt Izzy? Glaubst du, dass die abkratzt?&quot; &quot;Quatsch, die kratzt doch nicht ab, ey. Die ist doch da mit die Hauptfigur...&quot; Ah ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich streife durch die Gänge bis mein Wagen gut gefüllt ist und merke, dass ich die Tomaten vergessen habe. Also hopp hopp, zurück zur Obstabteilung. Den Wagen lasse ich eben stehen, wird schon keiner stehlen. Gesagt getan. Gekonnt prüfe ich die Festigkeit der Tomaten und stelle sicher, dass auch ja keine Druckstellen auf der schönen, perfekt glänzenden Haut vorhanden sind. Ich hasse Druckstellen auf Gemüse und Obst. Ich habe da eine ausgeprägte Phobie, ekelhaft, wenn Menschen einen angeditschten Pfirsich oder Apfel verspeisen. Uh! Mit den perfekten Tomaten im Arm steuere ich zielstrebig auf den Gang zu, in welchem mein braver Einkaufswagen auf mich wartet. Ich will ihn gerade anschieben, da kreischt eine hochfrequente Zeter-Stimme im oberen Drehzahlbereich: &quot;DAS IST MEIN WAGEN!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schnelle herum, zutiefst erschrocken über die Stimme aus der Gruft und sage gar nichts. Ich glotze nur. Starre diese kleine, hunzelige Person in ihrem Hauskittel an. Sie trägt hautfarbene Strümpfe, der linke schlackert ausgeleiert über ihrem dürren Knöchel, und ihre wenigen weißen Haare wirken wie Zuckerwatte mit Spinnenweben. &quot;Das ist mein Wagen&quot; wiederholt Zeter und Mordio-Oma und um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, klammert sie sich mit ihren Gichthändchen an dem Griff fest. Sie kann gerade über den Wagen schauen und wirkt wie ein kleines Kind, das seine Kinderkarre schiebt. Okay, das könnte schwierig werden, merke ich, und sage sanft: &quot;Gute Frau, das ist nicht ihr Wagen, schauen sie doch mal hinein, sie haben doch nicht all diese Dinge gekauft.&quot; Oma zieht eine Flunsch, hebt die Augenbrauen und zickt: &quot;Ich habe diese Sachen natürlich noch nicht gekauft, ich stehe jawohl nicht an der Kasse, oder tue ich das?&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1:0 für sie. Vielleicht war sie in ihrem vorigen Leben, als sie noch nicht völlig derangiert in schönen Supermärkten ihr Unwesen trieb, ein qualifizierter Lehrkörper.Gut, denke ich. Sie ist nicht völlig bekloppt, dann sollte ich sie auch davon überzeugen können, dass dies mein Einkaufswagen ist. Ich schaue auf die Uhr, verdammt, jetzt muss ich aber wirklich mal los, durch diese Tomaten-Trödelei habe ich Zeit verloren, Zeit, die ich unmöglich mit dieser lächerlichen Situation verschwenden kann. &quot;So, sie geben mir jetzt meinen Wagen zurück und wir suchen zusammen den ihren.&quot; Sie starrt mich an, fletscht die Zähne, zeigt ihr Gold. &quot;Junge Dame, ich wiederhole mich nicht, ich hasse es, mich zu wiederholen!&quot; Sie schreit. Niemand sieht mich. Ich reiße ihr den Wagen aus den Klauen und entferne mich zügig. Das war gelinde gesagt, keine gute Idee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wagen-Omi zetert und schreit was das Zeug hält. &quot;Stop! Stop! Mein Einkaufswagen, mein Einkaufswagen!&quot; Ihre verzweifelten Rufe hallen durch den leeren Supermarkt. Ich eile Richtung Kasse, will gerade all meine Einkäufe hektisch aufs Band befördern, da steht sie neben mir, mit Verstärkung. Ihr kleiner Körper zittert vor Aufregung und Wut . Ich will mich erklären, will sofort sagen, dass diese verrückte Alte meinen Wagen geklaut hat und ich jetzt wirklich zur Arbeit muss, da fängt der Mitarbeiter an zu sprechen: &quot;Frau Richter, schauen sie doch, das ist nicht ihr Wagen, sie können doch nicht immer wieder unsere Kunden verunsichern und ihren Wagen vertüddeln.&quot; Eine andere Mitarbeiterin kommt dazu und bringt den Oma-Einkaufswagen. Ich werfe einen kurzen Blick hinein... Diabetiker-Kekse, H-Milch, Korn, Käse und Salzstangen. Pah, ich mag überhaupt keine H-Milch. Retter in der Not spricht wieder: &quot;Sehen Sie, hier ist ihr Wagen. Und jetzt sehen sie auch, dass die Einkäufe in dem anderen Wagen ganz sicher nicht ihre sind, oder?&quot; Ich schiebe unauffällig und beschämt meinen Wagen zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind meine Einkäufe, das ist meine Intimsphäre, schlimm genug, dass ich die Tampons und Kondome aus Laufband legen muss. Besonders schlimm ist es, wenn so ein schmieriger IT-Administrator mit Halbglatze hinter mir steht und diesen widerlichen, wissenden Blick drauf hat &quot;Na Kleine, heute noch bumsen?&quot; Das sagt der Blick, ich hasse ihn. Zum Glück ist es heute morgen nur die Oma und die zwei Mitarbeiter, die tatsächlich so lang an der Kasse stehen bleiben, bis ich zahle. Ich schaue Oma noch ein letztes Mal an, nicht sicher, ob ich eine Entschuldigung erwarte. Sie zieht die Nase hoch, schüttelt ihren kleinen, morschen Kopf und murmelt: &quot;Unverschämtheit...&quot; Die Kassiererin lacht. &quot;Das ist Frau Richter. Die ist jeden Mittwochmorgen hier, die kommt vom Altersheim gegenüber. So ist das halt mit den alten Leuten.&quot; Ja, so ist das halt. Wenn ich in gefühlten 120 Jahren nur halb soviel Energie und Stimme habe, wie Frau Richter, wäre ich froh. Und auf die Korn-Zeiten freue ich mich auch schon.</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-05T11:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5804686/">
    <title>Die klare Linie</title>
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    <description>Nein, als Künstlerin würde ich mich nicht bezeichnen. Obwohl ich so gern eine wäre. Denn Künstler dürfen so sein, wie ich bin. Chaotisch, dramatisch, unzuverlässig, sensibel, verträumt, wankelmütig und schlicht und ergreifend: ohne eine klare Linie. Zum geordneten Glücklichsein braucht man diese klare Linie. Wurde mir gesagt. Man braucht sie, um vernünftigerweise Geld auf die hohe Kante zu legen. Man braucht die klare Linie, um das Ziel, das man vor Augen hat, ausdauernd zu verfolgen. Und man braucht sie, um sich anständig von Menschen zu trennen, die man liebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war nie Freundin der klaren Linie. Nicht umsonst lief ich als Kleinkind ständig mit verbundenen Händen herum, weil ich nicht nur immer wieder auf die heiße Herdplatte gefasst, sondern auch interessant leuchtende Lichtkugeln näher betastet habe. Unbelehrbar biss ich wieder und wieder beim Duschen nach dem Grundschul-Schwimmunterricht in die süß duftenden Seifen-Früchte, nur um danach angewidert mit offenem Mund unter dem Duschstrahl zu stehen und Wasser zu schlucken. Nie blieb dieser erschreckende Moment der Überraschung darüber, dass die Seife wieder nicht nach Frucht schmeckte, aus. Obwohl ich durch die verlängerte Dusch-Sitzung immer die Letzte war und direkt in den Bus springen musste und mir dadurch das Softeis durch die Lappen ging, lernte ich nicht daraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun bin ich erwachsen. Die neue 3 steht in den Startlöchern und was die klare Linie betrifft, bin ich immer noch das Kind. Ich weiß nicht mehr, ob ich mich an irgendeinem Punkt in meinem Leben dafür entschieden habe, meinem Bauch das Kommando zu überlassen oder ob ich das schon immer so gehandhabt habe. Vielleicht sieht meine Linie deshalb bis heute so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;ausschnitt1&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/FrauSettergren/images/ausschnitt1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde sie schön. Dieses Auf und Ab, dieses Vor und Zurück und ganz besonders liebe ich das Individuelle. Wie kann eine klare Linie individuell, wie kann sie besonders sein? Wie kann sie das zum Ausdruck bringen, was ich fühle, was ich denke, was ich sage, was ich liebe? Ganz besonders was ich liebe? Für mich passen die klare Linie und die Liebe so gut zusammen wie Labskaus mit Nutella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soll ich all meine Gefühle, egal ob liebevoll oder hasserfüllt, unter Berücksichtung der klaren Linie ausdrücken? Manchmal hasse ich eben, dann geht die Linie hart und unkontroliert nach unten, manchmal liebe ich heiss und innig, dann zieht sie Kreise und schiesst über das Papier hinaus. Und manchmal verletze ich, dann wird die Linie ganz dünn und wenn ich verletzt werde, dann setzt sie für einen Moment ganz aus. Wie soll ich mich mit einer klaren Linie darstellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soll das aussehen? So: ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;286&quot; alt=&quot;linie-orange&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/FrauSettergren/images/linie-orange.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Das bin ich nicht. Und das werde ich nie sein. Und wer meine eigenen, ehrlichen Linien nicht mag, der soll sich in den Linien-Bus setzen und davon fahren. Oder sich eine andere Linie suchen, die dann vernünftig und ohne Umwege zum Ziel führt.</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-05T20:08:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5685127/">
    <title>If you can&apos;t say something nice...</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5685127/</link>
    <description>Manchmal, oder auch weniger manchmal sondern mehr oft, wollen bestimmte Äußerungen, Erklärungen und Feststellungen einfach aus dem Hirn den Weg über den Mund in die Freiheit finden. Viele Menschen denken, wenn sie der Welt ihre Meinung über bestimmte Dinge nicht mitteilen, bleibt das in ihnen stecken und mutiert zu einem großen, grauen Ball mit schlechter Energie und sie werden krank, faltig und hässlich. Deshalb, wer wird es ihnen verdenken, wollen sie bei jeder Gelegenheit, ob passend oder unpassend, ihre Meinung kund tun. Natürlich nicht ohne sich selbst in den buntesten Farben zu malen und keine Zweifel daran zu lassen, dass man am Besten aussieht, den besten Partner vorweist, sowieso von der kompletten Welt von Hintertupfingen bis nach Timbuktu den absoluten Durch- und Überblick hat und eigentlich the one and only Best-of-everything ist. Dabei ist es so einfach. So einfach!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
If you can&apos;t say something nice, don&apos;t say nothing at all.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/nGt9jAkWie4&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/nGt9jAkWie4&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-06T09:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5662701/">
    <title>Albinokäfer</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Foto0026&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/FrauSettergren/images/Foto0026.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So von weitem auf dem Foto sieht er aus wie ein kleiner Frosch. Weil ich ihn einzigartig schön finde, dürft ihr mitgucken. Aber nur gucken!</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-23T19:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5625948/">
    <title>So ist das also.</title>
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    <description>Es ist schön, wenn einem Tatsachen wie Schuppen von den Augen fallen. Und es ist weniger schön, wenn man für erkannte Probleme niemanden mehr zur Rechenschaft ziehen kann. Weder seinen Therapeuten, noch sich selbst. Ich habe nun den Ursprung meiner mangelhaften Verhaltensmuster in Beziehungen gefunden und möchte jemanden dafür verantwortlich machen. Walt Disney hat mir unrealistische Vorstellungen von Liebe vermittelt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Herr Disney,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich weiß, dass Sie bereits seit längerer Zeit nicht mehr unter den Lebenden weilen, jedenfalls nicht körperlich. Nichtsdestotrotz möchte ich versuchen, Sie zu erreichen. Die Seance mit dem Witchboard hat ja leider nicht geklappt, deshalb versuche ich es nun auf konservativem Wege. Geschätzter Herr Disney, Sie sind ein Künstler, ein Genie, ein Retter. Wie viele Kinder haben sich mit ihren Filmen in eine schönere, bessere Fantasiewelt flüchten können und wie viele Popstars haben ihre Karriere Ihnen zu verdanken, weil sie durch Cinderellas bippedeeboppedeeboosh oder Aristocats Scales and Arpeggios die Liebe zur Musik entdeckten. Aber haben Sie auch jemals an die Erwachsenen gedacht, die aus diesen Kindern werden? An mich zum Beispiel? So erzählt Ihr Film Die Schöne und das Biest davon, dass man hässliche, griesgrämige und kalte Monster mit Liebe und Geduld in wunderschöne Prinzen mit Sanftmut und Fröhlichkeit verwandeln kann. Wieso bin ich dann mit meiner Geduld am Ende und mein Freund ist immer noch das Scheusal, dass er von Anfang an war? Was wollten Sie damit bezwecken, die Geschichte der Meerjungfrau Arielle einfach umzuschreiben? In Ihrem Film gibt sie alles auf, natürlich wieder für einen Mann, für den vermeintlichen Traumprinzen, sie lernt laufen und auch das klappt ohne Probleme und ein Happy End gibt es auch. Wissen Sie denn nicht, dass das wahre Märchen (das ist ein Oxymoron) ganz anders endet? Die arme Meerjungfrau hat blutige Füße vom vielen Laufen an Land und wird am Ende zu einem Meer aus Blüten, weil ihr Liebster sich in eine andere verliebt und sie sich selbst nur retten kann, wenn sie ihn ersticht! So sieht die Realität aus, lieber Herr Disney. Sie suggerieren mit Ihrem Film Cap und Capper (einer meiner Lieblingsfilme im Übrigen), dass zwei völlig unterschiedliche Wesen, wie ein Fuchs und ein Hund, friedlich zusammen leben können. Von der Natur ist vorgegeben, dass der Hund den Fuchs jagt und mit einem Biss in die Kehle tötet. Das ist der Jagdinstinkt. Normalerweise weiß man das auch und hält sich von Jagdhunden fern, jedenfalls wenn man ein Fuchs oder ein Häschen ist. Aber nicht, wenn man Ihre Filme gesehen hat, nein, dann nicht. Dann hoppelt man fröhlich, Haken schlagend dem Untergang entgegen und ist überrascht, dass der Hund gar nicht mit einem spielen oder friedlich leben will, oh nein, der Hund will töten! Lieber Herr Disney, verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ihre Filme sind großartig, künstlerisch. Aber war Ihnen denn nicht klar, dass Sie so was wie der Messias aller Beziehungen werden würden? Würden Sie noch leben, würde ich darum bitten, realistischere Kinderfilme zu produzieren. Warum soll Cinderella der Schuh nicht einfach zu klein sein und sie für immer Putzfrau bleiben und warum soll das dumme Schneewittchen, das nicht auf die Zwerge hört und ständig Sachen von der Fremden annimmt und sich dann vergiftet, nicht einfach sterben? Warum soll das Biest nicht einfach Biest bleiben und all die verzauberten Tassen und Kerzenhalter und Standuhren und Teekannen bekommen einen Job in einem Zirkus, das Mädchen heiratet den Aufschneider aus ihrem Dorf und das Biest stirbt verhärmt und allein im zerfallenden Schloss? In jedem Ihrer Filme findet das Mädchen ihren Traummann und sie werden glücklich. Warum kann sie am Ende nicht einfach mal allein sein, mit ihren Freundinnen eine Riesenparty im Schloss oder im Cottage im Wald feiern, danach springen sie nackt in einen See und freuen sich, dass sie so viel Spaß haben. Ohne Prinzen, ohne Ritter und ohne Rächer der Witwen und Waisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Herr Disney, ich liebte Ihre Filme. Und liebe sie auch heute noch. Wenn ich nun auch mit einem kritischeren Auge zuschaue. Ich hoffe, es geht Ihnen gut, dort wo Sie sind und nehmen mir mein Briefchen nicht übel. Machen Sie sich keine Sorgen, meine Bewerbungsunterlagen sind bereits in Ihrem Unternehmen eingegangen und ich werde versuchen, den Schaden, den Sie angerichtet haben, mit neuen Kinderfilmen zu begrenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die liebsten Grüße ins Jenseits,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Frau Settergren</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-04T09:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5528258/">
    <title>Das Los vom Lassen</title>
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    <description>Als ich ein Mädchen war, bin ich von einem Baum gefallen. Ich schaffte es gerade noch, mich an einem Ast fest zu halten. Ich hing dort, hoch über dem Boden, lange Zeit. Es war still, ich spürte den Schmerz in meinen Armen, das Blut hämmerte in meinen Ohren. Und dann fiel ich. Ich weiß nicht mehr, was passierte, als ich unten aufschlug. Alles, was mir in Erinnerung geblieben ist, sind die Qualen des Festhaltens. Und das wunderbare Gefühl los zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/4Z2ljWwIaHs&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/4Z2ljWwIaHs&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-19T18:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5506225/">
    <title>Maoam ist sexy.</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5506225/</link>
    <description>Ich habe mal gehört, dass Leute, die alles auf Sex beziehen und auch überall Sex sehen, wo gar keiner ist, entweder sexuell nicht ausgelastet sind oder einfach sexuell fixiert sind. Es gibt sie, diese Typen, die geil werden, wenn sie beim Zappen auf dem Discovery Channel hängen bleiben und sehen, wie der Löwe die Löwin begattet. Es gibt sie, diese Typen, die auf einer Vernissage oder in einem Museum bei jeder Skulptur einen Penis sehen und es gibt sie, diese Typen, die ständig, ob passend oder nicht, über Sex sprechen müssen. ICH gehöre da nicht zu. Trotzdem ist mir etwas aufgefallen, während ich so auf meiner Lieblingscouch (weil es meine einzige ist) sitze und päckchenweise Maoam in mich hinein stopfe. Da der Fernseher nicht läuft und mein ausgewählter Film bei Maxdome noch lädt, lasse ich meinen Blick über die Maoam Packung gleiten. Und dabei fällt es mir auf. Mir fällt auf, dass auf jeder einzelnen Packung eine sexuelle Handlung mit diesem komischen, einer Bohne nicht unähnlichen Männchen dargestellt wird. Dieser Lustmolch macht es mit den Früchten. Schockiert und gleichermaßen begeistert google ich den Begriff Maoam und tatsächlich, auch anderen Menschen ist es schon aufgefallen... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was hat Maoam sich nur dabei gedacht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;243&quot; alt=&quot;maoam_sex&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/FrauSettergren/images/maoam_sex.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar nen flotten Dreier hat das Bohnenmännchen... mit den verruchten Kirschen!</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-10T11:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5501531/">
    <title>Mein Wille ist eine Matrjoschka und dem Teufel gehört mein Nintendo Ds</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5501531/</link>
    <description>Aufgrund der aktuellen Situation nehme ich mir in letzter Zeit viel vor. Bestimmte, wichtige Ziele, von denen ich glaube, dass sie meine Zukunft in eine positive Richtung drehen. Einen akribisch genauen Schlachtplan habe ich ausgearbeitet, mit Berücksichtigung der kleinsten Abweichungen, des Worst-Case-Szenarios und der verschiedensten Faktoren. In meine Küche gelangt man nur noch, wenn man über eine nach gebaute Kriegslandschaft inklusive Kanonen, Pferdchen, die Guten und die Bösen steigt ,und den Fernseher sieht man kaum, weil das Flipchart mit seinen farbenfrohen Diagrammen und Pfeilen die Sicht versperrt. Man könnte also meinen, ich habe alles im Griff. Bestens im Griff. Spreche ich mit mir selbst, habe ich einen gewissen Befehlston am Leib, der selbst den schlimmsten Quäler aus dem Boot Camp zurück schrecken lassen würde und mir verwirrte Blicke meiner Nachbarn beschert. Alles für meine Zukunft, die grandiose Zeit, die nach der Gegenwart anbricht, die ich so gern beeinflussen würde. Beeinflussen WERDE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber aber aber aber. Dieses verkackte Aber finde ich noch schlimmer als das Wörtchen wenn. Oder jedoch. Oder trotzdem. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe mich verkalkuliert. Ich habe (dramatische Pause) versagt. Kläglich. Ich habe die schwachen Momente vergessen, die vor dem Schlafengehen und die kurz nach dem Aufwachen. Und die nach dem Mittagessen, die nach dem Einkaufen, die nach einem Phil Collins Song, die nach dem Finden einer längst vergessenen Socke, deren Besitz man die ganze Zeit abstritt und die, fast anklagend, aus dem Trolley unter dem Bett springt: Siehst du, er hatte Recht, du hast mich! In diesen Momenten kommt jemand und missbraucht meinen Willen, greift ihn an, verändert ihn. Wenn ich mir vorher sage, dass ich einen ganz bestimmten Anruf ganz sicher nicht tätigen werde - auf keinen Fall - dass ich seit Tagen keinen Alkohol mehr trinke, da jeder weiß, dass dieser sinnlose Sms und lallende Anrufe begünstigt, dass ich meine Handyrechnung extra nicht bezahlt habe, weil dann abgehende Anrufe nicht möglich sind, (falls doch Alkoholmissbrauch stattfindet), dass ich mir eher den Finger abhacke oder eine Glatze rasiere, dann meine ich es so. Aber dann, kommt jemand an mein Regal, das Regal in welchem ich all meine charakterstarken Eigenschaften eingelagert habe, guckt ein bisschen herum und denkt: Aaah, der Wille, der ist so schön, den schaue ich mir mal genauer an. Und ich weiß nicht, ob meinen lieben Lesern der Begriff Matrjoschka etwas sagt aber das sind die Talisman-Puppen aus Russland, es fängt mit einer fetten, kugelrunden Frau an und endet mit einem verkümmerten, hilflosen Miniwesen, welches in der Regel nicht mal mehr Ärmchen und Beinchen eingezeichnet hat, sondern einfach nur noch ein Kegel ist. Ja und genau das passiert mit meinem Willen. Puppe für Puppe für Puppe wird er kleiner, bis er so klein ist, dass ich trotzig über meine hart erarbeiteten Parolen, mein Schlachtfeld und meine Diagramme hinwegsehe und auf diesen Jemand höre, der meinen Willen so minimiert. Wenn dieser Jemand nicht so lebensnotwendig und für all die schönen Gefühle verantwortlich wäre, würde ich ihn raus schmeissen. Achtkant! Verdammte Scheisse es passiert also, was passieren muss... Call me, hold the line, i just called to say I love you... Man nimmt ab, man spricht, man spricht, man spricht noch mehr. Und es ist gut, es ist so gut, dass man die vorher mit sich selbst abgemachte Coolness schon beim ersten Freizeichen über Bord wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...wenn man dann erst mal kapituliert hat, so voller Sünde ist, juckt es einen auch nicht, direkt noch eine Wette abzuschließen, gern auch mit dem Teufel. So legt man auf und sagt laut: wenn er jetzt noch mal anruft, dann liebt er mich. Zehn Minuten vergehen, man ist schon fast eingeschlafen, ist schon kurz davor zu sagen: Wetten sind eh fürn Arsch. Da klingelt das Telefon. Oh. Siegessicher und wahnsinnig spricht man im Geiste mit dem Teufel und setzt noch einen drauf: Wenn er mich sehen will, dann opfere ich meinen kleinen Finger. Ja das ist aber schön über den Finger mache ich mir für den Moment keine Gedanken, es zählt nur das Glück, die Liebe, alles Schöne dieser Welt sammelt sich in meinem kleinen Herzen und lässt mich singen und tanzen. Viele Stunden vergehen und irgendwann sitze ich wieder glücklich und zufrieden an meinem Küchentisch und schaue vor mich hin. Starre Herzen in die Luft. Und sehe, aufgrund meiner Kniffelleidenschaft, die ich in meinen kompletten weiblichen Freundeskreis getragen habe, meinen Würfelbecher und die fünf Würfel. Und weil ich nicht anders kann, weil ich diese blöde Borderline-Affinität habe, sage ich laut, wenn ich jetzt einen Kniffel werfe, dann ziehen wir zusammen. (Nein, in die Irrenanstalt habe ich nicht gesagt!)&lt;br /&gt;
Ich würfel 1x. &lt;br /&gt;
6  6  6 (Oh Gott, mir fällt jetzt erst beim Schreiben auf, dass das die Zahl des Teufels ist). &lt;br /&gt;
2x würfeln darf ich noch. &lt;br /&gt;
Das ist aber gar nicht nötig, denn nach dem 2. Wurf habe ich ihn, den Sechser-Kniffel, den absoluten Highscore, das höchste der Gefühle! Und ich weiß alles wird gut. Vielleicht nicht jetzt sofort, aber es wird. Wie viele Zeichen braucht man noch? Wie viele? Es klingelt. Oh Gott, denke ich. Er ist es, der Antichrist, der Teufel, er kommt mit seinem Hufenfuss und seinem Dreizack und will meinen Finger holen! Panisch überlege ich, was ich ihm als Ausgleich anbiete, es muss ein wahres Opfer sein, etwas, ohne das ich kaum noch leben kann und da kommt mir die Idee mein Nintendo DS. Aber die Spiele, die kriegt er nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autorin: Ich muss nicht erwähnen, dass es bloss mein Nachbar war und so muss ich auch nicht erwähnen, dass es sowieso klar ist, dass wir zusammen ziehen, da ich ja bei der Solitaire-Wette (ich bloggte) bereits die Hochzeit gewonnen hatte.)</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-08T14:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5490709/">
    <title>Mein Herz ist eine Disco.</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5490709/</link>
    <description>Mein Herz ist eine Disco. Ein richtig cooler kleiner Club. Ein sehr kleiner Club, nur die Besonderen von den ganz Besonderen kommen dort hinein. Deshalb macht es auch nichts, dass meine Disco klein ist, so haben die wenigen Menschen, die dort hineinkommen, genug Platz zum Tanzen. In meinem Herzen läuft nämlich die beste Musik. Es gibt viele Menschen, die gern in den Club hinein-, aber ungern wieder hinauswollen. Das ist aber auch nicht schlimm, in meinem Club gibt es viele kleine Ecken und Plätze,  um entspannt länger zu verweilen. Doch leider, leider, leider war mein Türsteher, ein starkes, ausgebufftes Schlitzohr, eine sehr lange Zeit krank, so dass es passierte, dass Gäste, die sich nicht so gut benahmen, in den Laden gelangten. Ich hätte gleich reagieren müssen, als Besitzerin, aber manchmal lässt man sich von den hippen Klamotten und dem aufregenden, aggressiven Tanzstil dermaßen blenden, dass man gebannt zuschaut, obwohl man weiß, dass nicht nur die Einrichtung zu Bruch gehen könnte, sondern die ganze Disco. Um den Schaden irgendwie zu begrenzen, kümmerte ich mich höchstpersönlich und mit großer Hingabe um den Störenfried, doch so sehr ich mich auch kümmerte, er schaffte es trotzdem, das ein oder andere Glas zu zerbrechen und viele Risse in den Wänden zu hinterlassen. Gott sei Dank ist mein Türsteher, der gute alte Verstand, nun wieder gesund und bei vollem Bewusstsein, so dass ich ihm ruhigen Gewissens wieder die exklusive Tür und die Gästeliste anvertrauen konnte. Und damit dieses unangenehme Ereignis sich nicht so schnell  oder am Besten niemals mehr  wiederholt, hat der Verstand gleich noch eine anständige Selector-Dame mitgebracht die Vernunft! Und nun lasst uns tanzen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-03T17:13:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5488501/">
    <title>Vom Aufgeben der Aufgabe</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5488501/</link>
    <description>Warum heißt die Aufgabe, also etwas, das zu lösen gilt, Aufgabe? Hat es was mit dem Aufgeben zu tun, weil man viele Aufgaben des Lebens gar nicht lösen kann oder zu früh aufgibt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann möchte ich noch über eine Thematik schreiben, die mich aktuell - genau in diesem Moment - beschäftigt. Wenn einem ein Teil des linken Beines einschläft, exakterweise der Bereich kurz über dem Knie, dann kann man trotzdem sein linkes Bein komplett nicht bewegen! Und wenn man es doch versucht, fühlt es sich ekelerregend an. Ich sollte mich vielleicht auch einfach ein bißchen mehr bewegen. Denn wenn ich so weitermache, dann werde ich auf meiner schönen Couch meine Umrisse eingelegen haben. In etwa wie die Polizei in aller Welt die Lage ihrer Leichen markiert, so markiere ich mit Hilfe meiner Couch meine Silouette. Ich denke auch, dass es langsam aber sicher an der Zeit ist, mir Thrombosestrümpfe zu zu legen, ich meine im Krankenhaus bekommt man diese schon nach drei Tagen verpasst, ich liege mindestens 7 (in Worten: SIEBEN!) Tage und bekomme weder Spritzen noch die Zauberstrümpfe. Wäre aber auch egal, mich sieht ja sowieso keiner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja ganz stimmt das was ich hier erzähle auch nicht, so habe ich nämlich am Wochenende das Haus verlassen. Der viele Sauerstoff und das grelle Licht waren in den ersten Minuten ein Schock, aber nachdem ich mir eine Zigarette anzündete, ging es mir gleich viel besser. Ich war am Wochenende auf der (tadaaa) Fashion Week in Berlin und ich muss sagen, ich habe mich gut geschlagen. Ich konnte mich nicht recht für eine Rolle entscheiden, so probierte ich eine ganze Palette toller Persönlichkeiten aus. Gracinka Grosznesewicz aus Russland, ein aufsteigender Stern am Jung-Designerhimmel (ähm weiß ja keiner wie alt ich im Juli werde...), Marie Mohn, Exmodel - zu Hause auf der ganzen Welt und Bambi Settergren aus Schweden, Künstlerin (das war am Allerbesten, denn unter dem Sammelbegriff Kunst kann man ja einiges unterbringen, selbst das Sammeln verschiedener Einkaufstüten und der geschickten Unterbringung eben dieser auf kleinstem Raum kann dazu gehören). Ich muss aber ehrlich zugeben, die besten Gespräche führte ich mit meiner eigenen, kleinen, echten Persönlichkeit. Wie erfrischend es war, zwischen all den &quot;Küsschen-Küsschen-was-hat-der-dürre-Vogel-da-an&quot;-Frauen und den &quot;ich-bin-nicht-so-eine-doch-das-bist-du-wohl-Flachleger&quot;-Typen plötzlich, unverhofft, normale Menschen zu treffen. Und Gespräche zu führen. Gute Gespräche. Und wie ich so da sass, auf einer Afterparty zwischen all den schillernden Menschen, in ihren wundervollen Klamotten, mit ihren selbstsicheren Gängen und ihren arroganten Blicken, die sich in einer Sekunde in ein zuckersüsses, mädchenhaftes und verletzliches Lächeln verwandeln können, beschwipst vom Champagner, den ich überhaupt nicht mag und den Bass der hippen Musik in der Magengegend spürend, da fiel mir etwas auf und sofort, als hätte ich meine eigene Jukebox in meinem Kopf, lief in mir der Refrain des Songs &quot;where is the love?&quot;. Und das fragte ich mich... ich sah kein einziges Pärchen, keine verliebten Blicke, die ausgetauscht wurden, kein Händchenhalten und keine Küsse. Und da wusste ich, wenn mir das auffällt, wenn ich auf so etwas achte... dann bin ich einsam. Egal wie viele Menschen um mich herum stehen, egal wie viel ich trinke, wie rot ich meine Lippen anmale, wie toll mein Kleid aussieht, wie laut ich lache und wie wild ich tanze... ich bin der vermutlich einsamste Mensch der Welt. (Bin ich natürlich nicht, ich fand die Dramatik nur gerade so passend in dem Text.) Ich stand auf und ging in ein Treppenhaus, lief die Treppen hoch und fand einen kleinen Balkon. Bestimmt durfte ich dort gar nicht sein, bestimmt würde gleich ein smarter Anzugträger kommen und mich zaghaft auf mein Fehlverhalten hinweisen. Doch es kam niemand. Das Licht im Treppenhaus ging aus und da stand ich... im Dunkeln. Traurig, allein und voller Sehnsucht. Ich zündete mir eine Zigarette an, an etwas muss man sich festhalten, und blickte in den Himmel. Ich wünschte mir eine Sternschnuppe, die nicht kam. Ich wünschte mir einen Prinzen, der wie Richard Gere durchs Treppenhaus läuft und mich erlöst. Doch auch der kam nicht. So stand ich da allein und da fühlte ich es, spürte wie es langsam in mir aufstieg, dieses Gefühl... mir wurde übel! Kotzübel. Sauerstoff und Zigarettenqualm in Kombination mit Champagner, tödlich. Ich setzte mich auf eine Stufe und wartete ab. Zum Glück musste ich mich nicht übergeben und selbst wenn, es war ja sowieso niemand da, der mir liebevoll meine Haare aus dem Gesicht hält. Und da fiel mir auf, wie sehr ich mir das wünsche. Die große Liebe. Die größte, die, die alles vorher dagewesene in den Schatten stellt, die einen vor Glück nicht essen lässt und bei der man keine Sekunde Schlaf braucht, weil man einfach gar nichts braucht... außer Luft und Liebe. Und ich weiß, ich werde sie finden, irgedwann wird hier ein Beitrag stehen, ein Beitrag, der voller Liebe und Glück ist und ich werde diese Zeilen lesen und mich nur dunkel an die jetzige Zeit erinnern. Die Zeit, die längst vergangen ist und nichts, aber rein gar nichts mehr, mit meinem neuen Leben an der Seite meines Traummannes zu tun hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mann, der mich immer an der Hand hält.&lt;br /&gt;
Und mich so liebt, wie ich bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-02T17:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5433045/">
    <title>&quot;Wenn ich groß bin, dann...&quot; - Oldie 95.0 - Jennie ans Mikro!</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5433045/</link>
    <description>will ich Kinderärztin oder einfach nur Prinzessin werden. Ersteres, weil ich der festen Überzeugung war, niemals die armen kleinen Kinderchen zu impfen, wenn sie sich mit Händen und Füssen wehren und den Job der Prinzessin wollte ich, weil ich in der Karnevalszeit 1983 ein super Kleid hatte, welches meine Mutter mit viel Liebe und Dekoration kreierte und weil ich ziemlich schnell merkte, das mein Einfluss, der auch ohne Diadem und Zepter nicht zu verachten war, im Kindergarten rapide anstieg. Nun, beides hat nicht geklappt und nun bin ich groß und will... RADIOMODERATORIN werden. Wo? Bei meinem Lieblingssender Oldie 95.0 in Hamburg. Warum? das hört Ihr hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://oldie95.de/frameset/audio/jennifer_riedel.mp3&quot;&gt;http://oldie95.de/frameset/audio/jennifer_riedel.mp3&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Leider oder Gott sei Dank ist nun bei allen Bewerbern nicht mehr das Interview zu hören, sondern nur noch die Kurzvorstellung...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte bitte bitte, liebe Leserinnen und Leser, votet für mich, wenn es soweit ist (das bekommt Ihr noch mit) und sagt auch all Euren Freunden, Geliebten, Brötchenbäckern, Rikschafahrern und Frauenärzten Bescheid!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier ein kleiner Song zum Warmwerden und Dank:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/QIKBq9TeFlw&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/QIKBq9TeFlw&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    <dc:subject>Radio Musik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-08T14:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5378999/">
    <title>...</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5378999/</link>
    <description>und manchmal ist das Leben einfach so sehr das Gegenteil von schön, dass man einfach diversen Leuten ein anderes Liedchen singen möchte. Ich kann leider so schlecht rappen, aber folgende Textpassage kann ich Euch einfach nicht vorenthalten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;I&apos;ll shit on you&quot;&lt;br /&gt;
I&apos;ll spit on you&lt;br /&gt;
Start pissin&apos; then do the opposite on you&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stilvoll von dem Herrn Eminem.&lt;br /&gt;
Und nun das dazugehörige Video! Mach ma lauter!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/9FTMTbeMGiI&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/9FTMTbeMGiI&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-10T13:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5277685/">
    <title>Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt...</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5277685/</link>
    <description>Manchmal ist das Leben so schön, dass es nach einer musikalischen Untermalung schreit.&lt;br /&gt;
Mein Lied ist deshalb dieses hier:&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/FoawPe7O-no&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/FoawPe7O-no&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-25T01:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5260537/">
    <title>Bali? Bali?</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5260537/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;305&quot; alt=&quot;bali_facts_big&quot; width=&quot;380&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/FrauSettergren/images/bali_facts_big.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sagt Ach ich glaub ich würd vielleicht gern noch mal ne Woche surfen dieses Jahr!. Sie spitzt die Ohren und fragt, nicht ohne das vielleicht zu streichen: ach wo denn so? Er sagt: die Kanaren würden mir eigentlich reichen, das geht ganz gut im November. Bingo. Bei ihr schrillen die Oh mein Gott oh mein Gott oh mein Gott, wir fahren zusammen in den Urlaub-Alarmglocken. Dass er sie gar nicht direkt angesprochen hat, wird ebenso ignoriert wie die Möglichkeit, dass er eigentlich eine grob geschätzte Anzahl von ca. 14 Surferfreunden hat, von denen sicherlich einer Zeit und Lust hätte, mit dem coolen Surferfreund einen Kurztrip zu machen. Aber dööööt (falsche-Antwort-Signal geklaut aus Quizshows). In ihrem Kopf findet in sekundenschnelle das komplette er-und-ich-im-Urlaub-vorzugsweise-romantisch-direkt-am-Strand-oh-mein-gott-oh-mein-gott-oh-mein-Gott-ich-bräuchte-noch-einen-schicken-schwarzen-Monokini-Programm ab und die eventuelle Möglichkeit, dass er sie mit in den Urlaub nimmt, hat sich in ihrem Hirn schon längst zu einer unabänderlichen Ist-Situation manifestiert. Weil schlaue Frauen einfach hinterlistige Manipulationsschweine sind, hat er nach ca. 5 Tagen mit den Worten Ach, wir fahren also zusammen surfen? seine Kapitulation eingeleitet. Weiß er zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht, in einigen Fällen wissen die geschätzten Männer der Schöpfung es nie. &lt;b&gt;Nie.&lt;/b&gt; Geschickt blättert sie nun an zwei aufeinander folgenden Abenden in einem Reisemagazin und lässt auf seinem Zeitungsstapel neben dem Klo ein weiteres Infoblättchen liegen. Naiv, wer denkt, dass es sich um zufällige Reiseziele handelt. Oh nein. Aufgeschlagen werden genau die Ziele, die sich im Köpfchen von Madame Manipulation farbig am Besten darstellen lassen. Das wären dann New York  zum Shoppen  und Bali zum Entspannen. Bali! Ein Traum. Ein Traum, der keiner mehr bleiben soll.&lt;br /&gt;
So kommt er um einiges leichter nach einer geschätzten halben Stunde vom Klo und sagt: Baby, nach Bali wollte ich übrigens auch schon immer, das ist ja so toll da! Gespieltes Desinteresse, während sie weiter auf die 75. Popstars-Folge starrt und innerlich schon zum Strike-Move ansetzt: Echt? Bali war schon immer ein Traum von mir. Schon seit ach, schon immer. Das ist ja ein Zufall! Und wie es so ist, stellt sich  ganz ohne Manipulation  heraus, dass die Kanaren im Vergleich zu Bali weder wirklich eine Chance haben noch preislich viel günstiger sind. Seine zart aufkeimende Pflanze des Zweifels wird von ihr direkt erstickt. Er sorgt sich wegen der Summe, die am Ende einer gespielten Buchung steht. Sie sagt, das sieht nur so teuer aus, immerhin ist das ja ein Preis für zwei Personen und zwei Wochen und kritzelt ihm zum Beweis hektisch noch mal den &lt;strike&gt;geschönten &lt;/strike&gt; Solo-Preis auf einen Zettel. Er fragt sich, ob es nicht vielleicht doch einfach die Kanaren tun. Sie sagt, dass Bali immerhin eine Erfahrung, eine Erinnerung fürs Leben ist, während die schrottigen Kanaren einfach nichts besonderes mehr sind nach dem 5. Mal. Weil er ein schlauer Surfertyp ist und schon längst das Bali-surfen-ohne-Neoprenanzug-Blut geleckt hat, willigt er ein. Reißt das Organisations-Ruder an sich, checkt Hotels, Flüge, informiert sich, diskutiert hier, diskutiert da, erinnert sie an ihre Impfungen und ihren Reisepass und gefällt sich in der Macher-Rolle. Im Flieger legt er ihr stolz die Hand aufs Bein und sagt: Baby, jetzt fliegen wir nach Bali. Ist doch toll, dass wir das jetzt machen. Und wer hatte die Idee? Du Schatz du. Sie lächelt in sich hinein, schaut aus dem Fenster und fragt sich, ob sie aus dem geplanten Kauf des Kleinwagens nicht auch einen Range Rover &lt;strike&gt;manipulieren&lt;/strike&gt; machen könnte.</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-16T17:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://frausettergren.twoday.net/stories/5224382/">
    <title>Wenn ich jetzt gewinne...</title>
    <link>http://frausettergren.twoday.net/stories/5224382/</link>
    <description>Zu schlimm abergläubisch sein, ist nicht schön. Wenn man nicht unter Leitern hindurch gehen mag und schwarze Katzen auch nicht so gut findet, ist das okay. Wie okay ist es, wenn man fast ausflippt vor Freude, weil das &quot;wenn ich jetzt gewinne-Orakel&quot; was tolles vorausgesagt hat? Manchmal, ganz selten, also eigentlich fast nie, spiele ich Solitaire. Das schwierige Solitaire, mit den Regeln, die das Gewinnen unmöglich machen. Aber das ist ja gerade der Reiz. Alles was man selten hat, ißt, trinkt, sieht und hört, ist immer eine Spur toller und außergewöhnlicher als die kleinen Freuden des Alltags. Meine Statistik kann sich alles andere als sehen lassen. Ich spiele so gut Solitaire wie Cindy aus Marzahn aussieht. Ich würde - grob geschätzt - sagen, ich gewinne von 25 Spielen 1. Und wenn ich dann noch sage, dass ich alle paar Monate mal ein einziges Spielchen wage, bekommt man einen Eindruck, wie selten ich gewinne. Um mir das Spielen schmackhafter zu machen - ja, spielen ist ja so eine unangenehme Tätigkeit - und um mich selbst anzuspornen, rufe ich kleine Anfeuerungssprüche, klatsche kurz in die Hände und verabrede Deals mit dem Computergegner. Denn einer muss ja gewinnen und wenn ich es nicht bin, dann ist es logischerweise der Computer. Wie der allerdings Glück in der Liebe (Computerliebe) haben soll, wenn ich mal gewinne, weiß ich nicht, ist aber auch ein völlig anderes Thema und vermutlich auch viel zu weit hergeholt. Ich sage also laut zu dem Computer und mir selbst: &lt;b&gt;&quot;Wenn ich jetzt gewinne, dann...&quot;&lt;/b&gt;. Ich muss ehrlich sagen, ob es mir geglaubt wird oder nicht, die Wünsche, die ich in all den Jahren vorm Spiel geäußert habe, gingen fast alle in Erfüllung. Bis auf das mit dem Geldregen, aber wie einem schon in der Kindheit beigebracht wird: &quot;man wünscht sich kein Geld.&quot; Das ist die Erklärung, warum es mit der Umsetzung dieses Wunsches nicht geklappt hat. Na ja und das mit dem Topmodel-Kram auch nicht, aber vermutlich ist das auch besser so, sonst bestünde der Hauptteil meiner Nahrungsaufnahme aus Wattebällchen und Kokain. Ich sollte vielleicht auch noch erwähnen, um die Besonderheit dieses Sieges zu unterstreichen, dass man sich immer nur ein einziges Mal dieselbe Sache wünschen darf. (Ihr seid schon ganz gespannt, was ich mir gewünscht habe, oder?) Also...&lt;br /&gt;
Ich mache mich bereit, sage laut &quot;Wenn ich jetzt gewinne, dann heiratet mich xyz!&quot; und lass die Karten aufdecken. Ich spiele hochkonzentriert, wie in Trance und alles gleitet und passt und wäre nicht die kleine, kurze Knobelei in der Mitte des Spiels gewesen, hätte ich ernsthaft in den Optionen nachgesehen, ob nicht vielleicht doch statt &quot;super schwierig&quot; &quot;babyeierleicht&quot; eingestellt ist. Ich werde nervös, nur noch so wenige Karten sind verdeckt, ich kann mein Glück kaum fassen, nur noch den Herzbuben (wie passend), ein Doppelklick und TADAAA, alle Karten springen fröhlich über den Bildschirm. Ich springe &lt;strike&gt;hysterisch&lt;/strike&gt; ebenfalls fröhlich von meinem Stuhl! GEWONNEN, GEWONNEN!!! Ich habe gewonnen!!! Verdammt noch mal! Ich werde geheiratet! Von xyz!!! Ist das zu fassen? ist das die Möglichkeit? Schnell schreibe ich eine Sms an meine Freundinnen, eine gesammelte: &lt;br /&gt;
&quot;Kauft Euch ein Kleid.&quot; &lt;br /&gt;
Zurück kommt von einer: wozu? &lt;br /&gt;
Ja wozu denn wohl... &quot;ich heirate!&quot; &lt;strike&gt;Du dummes Viech.&lt;/strike&gt;&lt;br /&gt;
Dann kommt eine ganze Weile gar nichts... ich lehne mich lässig zurück und rechne fest mit dem freudigen Anruf meiner aufgeregten Freundin. Vermutlich muss sie erst mal aus dem Büro, damit niemand ihr Kreischen hören kann. Nach einer Weile piept mein Handy. Ich lese: &quot;Genau... und wie heißt der Neger?&quot; &lt;br /&gt;
Witzig... als ob nur illegal eingewanderte Mitbürger gewillt wären, mich zu ehelichen. Dann kauf dir eben kein Kleid. Du wirst schon sehen... das Orakel lügt nicht. Niemals! Ach ja und Mama... zur Hochzeit... da wünsch ich mir Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/XWb61kH_mqk&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/XWb61kH_mqk&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
p.s. Im Übrigen habe ich diesen Tick schon früher gehabt. Da bin ich als Mädchen gern freihändig Fahrrad gefahren und habe versucht, möglichst schnell und möglichst oft hintereinander zu klatschen. &quot;Wenn ich es schaffe, 50x hintereinander zu klatschen und dabei an der Ampel nicht anhalte, auch wenn sie rot ist und kurz die Augen schließe, passiert das und das...&quot; Ich habe es dermaßen ausgereizt, bis ich eines Nachmittags mit dem Rad auf der Segeberger Chaussee kurz vor Mitsubishi so übel hingeschlagen bin, dass ich am nächsten Morgen zu Dr. Zinke, meinem Kinderarzt, humpeln musste, weil mein Ratscher gar kein Ratscher war, sondern eine tiefe, bis auf den Knochen gehende, offene Wunde. &lt;br /&gt;
You gotta fight... for your right! Und ich habe letztens erst gelesen, dass solche Leute mit diesen komischen Ticks einen Hang zum Borderline Syndrom haben. Ich habe daraufhin erst mal diesen Online-Borderline-Syndrom-Test gemacht, der - zu meiner Überraschung - negativ ausfiel. So long, gehaben Sie sich wohl, Frau Settergren.</description>
    <dc:creator>Frau Settergren</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Frau Settergren</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-29T15:10:00Z</dc:date>
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