[>>]
testsiegerin - 2. Feb, 22:25

"Der Mann, der mich immer an der Hand hält.
Und mich so liebt, wie ich bin."

Wie schön, Sie glauben noch an Märchen, Frau Settergren ;-)
Aber stellen Sie sich mal vor, wie Sie sich fühlen, wenn jemand Sie dauernd an der Hand hält. Ihnen wären die Hände gebunden, sie müssten einhändig durchs Leben gehen, könnten keine Flasche Milch aufschrauben, keine Zigarette anzünden, nichts. Überall täten sie so ein Anhängsel brauchen, damit sie leben können.

Zu den Aufgaben, noch.
Vielleicht haben sie ja mehr mit Gaben als mit Aufgeben zu tun. Wir müssen unsere Gaben nützen, um Aufgaben erledigen zu können. Vor allem die, das Leben zu meistern.
Wenn wir es gemeistert haben, ist es vorbei. Oder wie Limp Bizkit so schön singen: Because life is a lesson, you'll learn it when you're through.

Snugg (Gast) - 2. Feb, 23:14

Den mit der Gabe finde ich auch überzeugend. Ich hab das eben nochmal recherchiert, aber die Arbeit scheint einem so schnell nicht abgenommen zu werden. "Geben" heißt eben geben. Und da kommt auch die Gabe her. "Auf" heißt eben auf im Sinne von weg-, los-. Nicht, dass damit schon alles gesagt wäre. Eine Aufgabe kann einem aufgegeben worden sein – wie die Hausaufgabe – lang vergangene Schulzeit hab sie selig – oder man kann sie sich selbst gegeben haben. Vielleicht bedarf man einer Gabe, um sie zu lösen, vielleicht erweist sich als Gabe, überhaupt nur der stete Versuch, die Aufgabe zu lösen. Allein das "vielleicht" hält das in der Schwebe und schiebt stets in Richtung einer noch zu kommenden Zukunft auf. Eine Zukunft, die zu gestalten, man sich durchaus zur Aufgabe machen kann. Ganz spannend ist in dem Zusammenhang noch ein Gedanke, den leider nicht ich hatte. Jacques Derrida kommt mit Blick auf die Gabe zu der Pointe, dass die Gabe eben oben beschriebenes muss: in der Schwebe bleiben. Würde die Gabe nämlich angenommen, wäre sie in den Besitz desjenigen übergegangen, dem gegeben wurde. Sie wäre sein und nicht länger die Gabe eines anderen.
Was das nun mit der Liebe zu tun hat... nun, das ist bestimmt auch eine Aufgabe und weniger ein Geschenk. In der Schwebe halten ist gut. Versäumt man das, kann es mit der Gabe auch unsanft gen Erdboden gehen. Die Liebe, das empfindliche, flüchtige, erfüllende Miststück.
Und dennoch. Mit Recht zitiert irgendein älterer Mensch in irgendeiner unsäglichen Schnulze einen seiner Meinung nach sehr klugen Mann. John Lennon.
All you need is love – und aus der nämlichen Feder:
Can't buy me love.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

logo

Frau Settergren sagt...

Archiv

Februar 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 4 
 5 
 6 
 7 
 9 
11
12
13
14
15
16
17
18
20
21
22
23
24
25
26
27
28
 
 

Besucheranzahl

Aktuelle Beiträge

Das Fest der Liebe!
Liebes Leservolk! Das Jahr neigt sich dem Ende zu...
Frau Settergren - 22. Dez, 14:12
Vergessen und doch erinnert.
Schön.
Frau Settergren - 21. Dez, 11:17
Song des Tages
Die einen landen auf ihrem Allerwertesten, but I was...
Frau Settergren - 20. Dez, 12:29
Das letzte Aufbäumen
Nach einem langen Kampf hat die Stute ein letztes Mal...
Frau Settergren - 19. Dez, 02:01
Perfekt.
...und glücklich und zufrieden gehen sie dem neuen...
Frau Settergren - 18. Dez, 15:00

Mein Lesestoff


Jonathan Franzen
Die Korrekturen


Fernanda Eberstadt
Liebeswut


Musikliste


Joy Division
The Best of



Cocorosie, Coco Rosie
La Maison de Mon Reve


kostenloser Counter